Blowjob: So wird Oralsex richtig gemacht
19.8.26

Blowjob: So wird Oralsex richtig gemacht

Ein guter Blowjob besteht nicht einfach nur aus schnellen Auf-und-ab-Bewegungen. Speichel, Lippen, Zunge, Hände und abwechslungsreiche Berührungen machen Oralsex erst richtig heiß. Noch wichtiger sind Vertrauen und Kommunikation: Frag Deinen Partner, was ihm gefällt, achte auf seine Reaktionen und mach nur das, womit Ihr Euch beide wohlfühlt.

Viele Menschen brauchen etwas Überwindung, um einen Penis in den Mund zu nehmen. Das ist völlig normal. Niemand muss beim Blasen etwas beweisen oder eine bestimmte Technik beherrschen. Nehmt Euch Zeit, sprecht über Wünsche und Grenzen und findet gemeinsam heraus, welche Berührungen Euch anmachen.

5 Fehler, die Du bei einem Blowjob vermeiden solltest

1. Zu trocken blasen

Zu viel trockene Reibung kann sich unangenehm anfühlen. Benutze deshalb ausreichend Speichel und verteile ihn mit Lippen, Zunge oder Hand. Wenn Ihr es besonders feucht mögt, könnt Ihr zusätzlich ein Gleitgel verwenden, das ausdrücklich für Oralverkehr geeignet ist. Ölhaltige Produkte können Latexkondome beschädigen und sind dafür keine gute Wahl.

Auch wenn es „Blasen“ heißt: Pusten ist nicht die eigentliche Technik. Luft sollte nicht gezielt in die Harnröhrenöffnung gedrückt werden. Besser sind Lecken, Saugen, Küssen und sanfter Druck.

2. Die Zähne nicht unter Kontrolle haben

Zähne können beim Blowjob unangenehm sein oder die empfindliche Haut verletzen. Öffne den Mund entspannt und lege die Lippen leicht über die Zähne. Beißen gehört nur dazu, wenn es ausdrücklich gewünscht ist – und selbst dann sehr vorsichtig. Besonders die Eichel und das Vorhautbändchen sind empfindlich.

3. Immer im gleichen Rhythmus bleiben

Abwechslung macht den Blowjob spannender. Wechsle zwischen langsamen und etwas schnelleren Bewegungen, spiele mit der Zunge um die Eichel oder widme Dich kurz dem Schaft. Auch Küssen und lutschen lassen sich wunderbar miteinander verbinden.

Du musst dabei nicht ständig eine neue Nummer aufführen. Wenn Du merkst, dass ihm ein bestimmter Rhythmus besonders gefällt, bleib ruhig eine Weile dabei. Kurz vor dem Orgasmus kann ein plötzlicher Wechsel schließlich mehr stören als anmachen.

4. Nur den Mund benutzen

Ein Blowjob ist kein Wettbewerb darum, wie viel Penis in den Mund passt. Deine Hände können einen Teil des Schafts umfassen, während Mund und Zunge die Eichel verwöhnen. So kannst Du das Tempo besser kontrollieren und musst nicht besonders tief gehen.

Du kannst außerdem seine Oberschenkel, seinen Po oder vorsichtig seine Hoden streicheln. Manche Männer mögen sanftes Kneten, andere reagieren dort sehr empfindlich. Taste Dich langsam heran und greife niemals plötzlich fest zu.

5. Druck machen und nur auf den Orgasmus warten

Gib ihm Zeit und sei nicht darauf fixiert, dass er möglichst schnell kommen muss. Mach kleine Pausen, schau ihm in die Augen oder sag etwas Versautes, wenn das zu Euch passt. Er darf sich zurücklehnen und genießen, ohne das Gefühl zu haben, sofort abspritzen zu müssen.

Es gibt kein allgemeines Rezept für den perfekten Oralsex. Jeder Mann mag andere Bewegungen, anderen Druck und ein anderes Tempo. Seine Atmung, sein Stöhnen und seine Körperbewegungen geben Dir Hinweise – eine ehrliche Frage ist aber noch zuverlässiger.

Tipps, mit denen Du ihn beim Blasen heiß machst

Überraschungen können geil sein, brauchen aber Zustimmung. Ein Blowjob am Morgen kann ein aufregender Start in den Tag sein, wenn Ihr vorher geklärt habt, dass sexuelle Berührungen im Halbschlaf für Euch in Ordnung sind. Schläft Dein Partner fest oder kann er gerade nicht zustimmen, wartest Du besser, bis er wach ist.

Benutze Deine Hände, während Du ihn mit dem Mund verwöhnst. Du kannst den Schaft umfassen und Deine Hand passend zu den Bewegungen von Lippen und Zunge gleiten lassen. Achte darauf, dass alles feucht genug bleibt und Du nicht zu fest zupackst.

Auch Blickkontakt kann den Blowjob intensiver machen. Halte kurz inne, schau ihn an und mach anschließend langsam weiter. Wenn Ihr Dirty Talk mögt, kannst Du ihm sagen, was Du gerade mit ihm vorhast oder ihn fragen, wie er es haben will.

Spontaner Oralsex klingt aufregend, sollte aber an einem privaten Ort stattfinden. In öffentlichen Toiletten, Schwimmbädern oder anderen frei zugänglichen Bereichen könnt Ihr andere Menschen unfreiwillig einbeziehen und rechtliche Probleme riskieren. Das gleiche Abenteuergefühl lässt sich auch zu Hause, im Hotelzimmer oder an einem anderen geschützten Ort genießen.

Geräusche, Saugen und Zungenspiele

Schmatzende Geräusche, hörbares Atmen oder leises Stöhnen können sehr erotisch wirken. Du musst dabei nichts vorspielen. Wenn Du selbst Spaß am Blasen hast, darf er das ruhig hören und sehen.

Lecke die Eichel langsam wie einen Lolli, ziehe mit der Zungenspitze Kreise oder fahre über die Unterseite des Schafts. Beim Saugen gilt: lieber sanft beginnen und den Druck langsam steigern. Starkes Saugen kann unangenehm sein und kleine Blutergüsse verursachen.

Hoden und andere empfindliche Stellen einbeziehen

Die Hoden dürfen gestreichelt, sanft massiert, geküsst oder vorsichtig in den Mund genommen werden. Behandle sie jedoch behutsam und beobachte seine Reaktion. Auch der Bereich zwischen Hoden und After, der Damm, kann empfindlich sein. Nicht jeder möchte dort berührt werden, deshalb gilt auch hier: kurz fragen statt einfach loslegen.

Mund und Hand miteinander kombinieren

Nimm den Penis in die Hand und verwöhne ihn zwischendurch mit gleitenden Bewegungen. Danach kannst Du wieder mit Mund und Zunge übernehmen. Diese Kombination sorgt für Abwechslung und entlastet Deinen Kiefer.

Viele Männer finden es außerdem heiß, einer Frau beim selbstbefriedigen zuzuschauen. Wenn es Dich anmacht, kannst Du Dich während des Blowjobs streicheln oder seinen Penis zwischen Deine Brüste gleiten lassen. Erlaubt ist, was Euch beiden gefällt und sich gut anfühlt.

Welche Stellung eignet sich für einen Blowjob?

Du kannst vor ihm knien, während er steht oder sitzt. Diese Stellung wirkt für viele unterwürfig und sexy, sollte aber nicht automatisch bedeuten, dass er die Kontrolle übernimmt. Du bestimmst weiterhin selbst, wie tief und wie schnell Du ihn in den Mund nimmst.

Bequemer ist es häufig, wenn er auf dem Rücken liegt und Du Dich seitlich oder zwischen seine Beine setzt. So kannst Du Mund und Hände entspannt einsetzen. Bei der Stellung 69 werden beide Partner gleichzeitig oral befriedigt. Das kann heiß sein, macht es aber manchmal schwerer, sich auf die eigenen Bewegungen und Empfindungen zu konzentrieren.

Beim Facesitting oder ähnlichen Positionen muss die Person unten jederzeit frei atmen und ein Stoppsignal geben können. Das Körpergewicht gehört nicht unkontrolliert auf Gesicht, Hals oder Brustkorb.

Das Finale: Wohin mit dem Sperma?

Wenn Du merkst, dass er schneller atmet, stärker stöhnt oder sich sein Körper anspannt, ist er möglicherweise kurz vor dem Orgasmus. Frag vorher, wo er kommen möchte. In den Mund, auf die Brust, auf den Bauch oder in ein Kondom – das entscheidet Ihr gemeinsam.

Niemand muss Sperma in den Mund nehmen oder schlucken. Ein Samenerguss im Gesicht oder Mund sollte ebenfalls nie unangekündigt passieren. Wenn Du es nicht möchtest, sag klar Bescheid und wechsle rechtzeitig zur Hand. Eine vorherige Absprache verhindert Missverständnisse und macht das Finale für beide entspannter.

Was ist Deepthroat?

Deepthroat bedeutet wörtlich „tiefe Kehle“ und bezeichnet eine Variante des Oralverkehrs, bei der der Penis besonders tief in den Mund beziehungsweise Rachen aufgenommen wird. Dabei kann schnell der Würgereflex ausgelöst werden. Deepthroat ist keine Voraussetzung für einen guten Blowjob und sollte niemals erzwungen werden.

Wenn Ihr es ausprobieren möchtet, sollte die blasende Person Tempo und Tiefe kontrollieren. Beginne langsam, atme ruhig durch die Nase und macht sofort Pause, sobald Würgereiz, Atemnot, Schmerz oder Panik auftreten. Ein klares Handzeichen als Stoppsignal ist sinnvoll, weil Sprechen in diesem Moment schwierig sein kann. Der Kopf sollte nicht festgehalten und der Penis nicht plötzlich tiefer gestoßen werden.

Safer Sex beim Blowjob

Auch beim Oralverkehr können sexuell übertragbare Infektionen weitergegeben werden. Kondome senken das Risiko und sind auch mit Geschmack erhältlich. Offene Stellen, Entzündungen oder blutendes Zahnfleisch können das Übertragungsrisiko erhöhen. Bei Schmerzen, auffälligen Veränderungen oder Unsicherheit ist eine medizinische Untersuchung sinnvoll.

Der beste Blowjob ist am Ende nicht der tiefste, lauteste oder wildeste. Gut ist er dann, wenn Ihr beide Lust darauf habt, offen kommuniziert und ohne Druck genießen könnt.